T3 Multivan von Sascha Wehrle


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Hier einmal die Vorstellung einer momentan noch seltenen T3 Grossrestauration. Sascha Wehrle kam mit der Vorstellung zu uns, ein paar wenige Dinge für die schweizer Importprüfung reparieren zu lassen. Schnell stellte sich heraus, dass es nicht einfach zwei drei Tage Arbeit sein würden, um den Bus wieder herzurichten. Viele Teile waren vom Rost zerfressen, wie wir es bislang nur bei den T2 gewöhnt waren. Der T3 Multivan hatte ein Hochdach und auch dort hat sich der Rost bereits darunter gefressen. Die einzige Lösung für eine vertretbare Reparatur: Dach demontieren. Um den Bus für den zukünftigen Einstellhallengebrauch fit zu machen, wurde beschlossen, dass wir bei dieser Gelegenheit gleich ein Klappdach der Firma Reimo aufbauen. 
Bevor wir mit den Carrosseriearbeiten begannen, brachte der Besitzer seinen Bus noch bei einem deutschen Trockeneisstrahler vorbei um den bösen Bitumenunterbodenschutz entfernen zu lassen. Viele Teile mussten ersetzt werden, so zum Beispiel die unteren Teile der Seitenwände oder auch in den Radhäusern waren diverse Stellen löchrig. Die spannendsten Blechstücke sind sicherlich der hintere Abschluss des Daches und der Bereich um die mittlere Schiebetürführung. Da es keine vorgefertigten Blechteile dafür gab und eine Eigenanfertigung zu aufwändig war, musste ein alter Bus dran glauben. Die benötigten Teile wurden kurzerhand an einen T3 herausgetrennt und am anderen wieder eingeschweisst. In der Bildstrecke sind diese immer an der Eierschalenfarbe zu erkennen. Eine weitere erwähnenswerte Arbeit war die Reparatur der Zugstrebenhalterungen der Vorderachse. Eine Arbeit die in Zukunft häufiger auftreten wird, denn auch T3 werden nicht jünger.
Nach dem Beenden der Rostreparaturen wurde der Wagen auf Kundenwunsch im Retrostyle lackiert. Oben Eierschalenweiss und unten das altbekannte Taigagrün. Natürlich erhielt auch dieser Bus die obligatorische Hohlraumwachs Behandlung. Nach der Montage des Klappdaches und des Zeltes mussten wir noch eine Aufnahme und Klappvorrichtung für das Bett bauen. Dies aus dem Grund, dass die Aufbauer des Hochdaches ein so riesiges Loch in das originale Blechdach gemacht haben, dass es nicht möglich war das Bett mit dem mitgelieferten Befestigungssatz anzubringen. Das Resultat kann sich durchaus sehen lassen. Der Retrostyle mit der orignalen Westfalia Lackierung und den Weisswandreifen macht sich wirklich gut an einem T3.