VW T1 Samba mit 23 Fenster


Für Fotos von der Restauration klicken Sie bitte hier... (Kurzversion)

Und für noch mehr Details klicken Sie hier...


Es ist soweit! Wir haben unser, mit Abstand grösstes, aufwendigstes, spannendstes, teuerstes, und interessantestes Projekt beendet und ausgeliefert. Einen VW T1 Samba mit 23 Fenstern inklusive einem originalen Kali Anhänger. 
Wie gewohnt bei amerikanischen Bussen, sah er bei der Ankunft in Seftigen optisch superchic aus. Nach dem Heraustrennen des doppelten Bodens zeigte sich auch hier ein Bild des Schreckens, welches wir von den in Kalifornien „restaurierten“ Bussen kennen. Viel schwarzer Unterbodenschutz zum kaschieren aussen und innen wunderschönes Rostrot mit Löchern darin, dass ein Schweizer Emmentaler neidisch wird daneben. Die Restaurationskünste gipfelten darin, dass mangels schweissbarem Material teils Bleche an der Seitenwand angenietet wurden um überhaupt den doppelten Boden noch befestigen zu können. Spachtel, Kitt, Bauschaum und alles andere was zum Rost verstecken benutzt werden kann, haben wir an dem Bus gefunden. Wie Ihr in der Bildstrecke sehen könnt, sind die Reparaturversuche teils regelrecht beängstigend.
So begann unsere über einjährige Odyssee mit dem neuen Samba. Es folgte das gewohnte Spiel mit komplett demontieren, ab ins Laugenbad und dann beginnen mit Rost reparieren. Bei diesem Wagen ist mittlerweile fast alles neu. Ganze Seitenwände wurden ersetzt. Alle Ecken, Teile der Front, die komplette Bodengruppe hinten und vorne, Teile oben, Teile unten, einfach alles wurde professionell restauriert. Während dessen begann der Sattler bereits die neuen Panos zweifarbig zu überziehen. Die Sitze erhielten eine neue weisse Lederhaut und auch alles andere was irgendwie mit Stoff zu tun hat, wurde neu angefertigt. 
Nach dem Rost und der neuen Lackierung erhielt der Bus auch noch die obligate Behandlung mit Isofix und Hohlraumversiegelung. Auch diverse mechanische Arbeiten wurden noch ausgeführt. So brauchte der Samba vorne einen Umbau auf Scheibenbremsen und breitere Pneu, um der erhöhten Motorenleistung gerecht zu werden. Auch eine Anhängerkupplung für den Anhänger musste noch an dem Fächerkrümmer vorbeigeschlängelt werden. Zuguterletzt wurde das ganze Auto auch noch hinten und vorne tiefergelegt.
Schlussendlich konnten wir bei dem siebenstündigen (!) und 1250 Franken teuren Prüftermin ein erstes Mal stolz die Blickfangtauglichkeit des von uns restaurierten Gespanns testen.